Schon seit
geraumer Zeit weiß die wissenschaftliche Forschung, daß
unser Großhirn aus zwei Hälften besteht, die
unterschiedliche Funktionen wahrnehmen: der rechten und
der linken Hemisphäre.
Dabei übernimmt in der Regel die linke
Seite die analytisch logischen Aufgaben, während die
rechte Seite für das schöpferische und phantasievolle
Denken zuständig ist.
Leider wird in unserem Schul- und
Ausbildungssystem hauptsächlich nur die linke
Gehirnhälfte gefordert.
Nur in den ersten Klassen werden die
Lerninhalte phantasievoll, in Bildern und kreativen
Prozessen, vermittelt.
Für ein gut funktionierendes
Gedächtnis, ist es jedoch unabdingbar notwendig, daß
linke und rechte Gehirnhälfte, beim Einprägen des
Lernstoffs, zu gleichen Teilen beansprucht werden.
Unser gesamtes
Training - und die Methoden der Gedächtniskünstler -
beruht nun darauf, daß Sie beide Gehirnhälften zu
gleichen Teilen beanspruchen.
Ab heute denken Sie nicht mehr nur in
linearen, logischen Strukturen (linke Hemisphäre),
sondern setzen gezielt Ihre Phantasie und Kreativität
(rechte Hemisphäre) ein, um jeglichen Merkstoff fest im
Gedächtnis zu verankern.
Dies geschieht mit der Assoziationstechnik.
Alles, was Sie sich merken möchten,
verknüpfen (assoziieren) Sie mit Bildern.
Diese Bilder sollten so phantasievoll und einprägsam
wie möglich sein.
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Ein kleines - gedankliches -
Schwarzweißbild, hat beim Gedächtnistraining
nichts zu suchen. Dies
erzeugt dann nicht etwa nur eine Verdoppelung,
sondern eine Vervielfachung der
Gedächtnisleistung.
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Was bedeutet überhaupt
"Assoziieren"?
Eine ähnliche Situation, wie die
folgende, kennen Sie sicher auch:
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Sie gehen durch eine fremde Stadt. Aus einem
geöffneten Fenster steigt Ihnen der Duft von
Erbsensuppe mit Speck in die Nase und diese
duftet genauso wie die Suppe, welche Ihre Mutter
früher gekocht hat. Plötzlich fallen Ihnen
Dinge ein, an die Sie, nur eine Sekunde vorher,
nicht einmal im Traum gedacht hätten. Von denen
Sie möglicherweise annahmen, daß Sie sie schon
lange vergessen haben.
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Die Küche, in der Sie die Suppe aßen;
die Vorfreude auf das Mittagessen, auf dem Weg nach
Hause; der Name der Schulfreundin, die immer bis zur Ecke
mitging...
Sie haben den Duft mit Ihrer Kindheit
assoziert. ...und unbewußt eine Merktechnik verwendet,
die Sie nun bewußt trainieren werden.
Nun ein Beispiel für eine gewollte
Assoziation, die aus der Absicht entstand, sich etwas zu
merken:
Als wir im letzten Jahr bei meinen Eltern
zu Besuch waren, bemerkte auf der Rückfahrt meine
Freundin zu mir, daß wir ihnen bei unserem nächsten
Besuch einen neuen Duschkopf schenken könnten. Bei dem
alten müsse man mittlerweile schon von Strahl zu Strahl
springen.
Normalerweise nahm ich mir in
einem solchen Fall immer fest vor, dieses auf gar
keinen Fall zu vergessen und genauso
"normalerweise" hätte ich bei meinem
nächsten Besuch alles andere als einen Duschkopf
dabeigehabt.
Zu der Zeit begannen wir jedoch mit der
Produktion der CD-ROM "Der interaktive Gedächtnistrainer"
und trainierten natürlich auch persönlich die
Methoden, die wir vermitteln wollten.
Also stellte ich mir folgendes vor:
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"Wir besuchen meine Eltern, parken
unser Auto auf dem Parkplatz vor dem Haus und gehen auf
die Haustür zu. An der Haustür ist ein großes Poster
befestigt und auf dem Poster ist ein riesiger Duschkopf
abgebildet."
Was glauben Sie, was meine Eltern
kürzlich geschenkt bekamen?
Diese Assoziationstechniken können Sie
in unseren Übungen trainieren.
Lesen Sie bitte unbedingt auch die
ausführlichen Erläuterungen zu den einzelnen Übungen.
Hier wird gezielt auf den Einsatz der
Assoziationstechniken bei den Gedächtnisproblemen des
Alltags eingegangen.
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